Erwachsenenbildung
Dienstag 25. Januar 2011 von admin
In der Schweiz geht eine 35-jährige Frau zur Schule. An sich nichts aussergewöhnliches, Erwachsenenbildung, respektive Weiterbildung ist ja heutzutage wirklich nichts ungewöhnliches.
Trotzdem ist dieser spezielle Fall ungewöhnlich – sehr ungewöhnlich.
Die 35-jährige Norma geht nämlich in die Primarschule – in die dritte Klasse.
Und dies ärgert nun die Schweizer Behörden, denn diese sind der Ansicht, dass nur Kinder und Jugendliche ein Anrecht auf den Besuch der Primarschule haben.
Aber – Norma hatte in ihrer Kindheit nicht die Möglichkeit eine Schule zu besuchen. Norma ist in Peru aufgewachsen, ihre Eltern waren vermutlich eher arm als reich und konnten ihrer Tochter keine Bildung oder gar Ausbildung finanzieren.
Nun ist Norma in der Schweiz, hat geheiratet und möchte nachholen, was sie in ihrer Kindheit verpasst hat.
Alles gut und recht und eigentlich sehr vorbildlich – schliesslich sollen sich Ausländer ja integrieren, nicht wahr? – Schade nur, dass die Behörden dies mal wieder komplett anders sehen. Zwar sollen sich Ausländer integrieren, dies aber doch bitte nicht in einer öffentlichen Schule, oder wie?
Erwachsenenbildung – klar – aber dies gilt wohl nur für diejenigen die dazulernen und nicht von Grund auf lernen möchten.
Es muss aber noch erwähnt werden – Herr und Frau Schweizer sind mehrheitlich begeistert von Norma und ihrem Willen sich zu integrieren und zu lernen.
Es bleibt zu hoffen, und ist Norma zu wünschen, dass sich die Behörden von der Begeisterung des Schweizer Volkes anstecken lassen – und einfach mal ein Auge zudrücken.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 25. Januar 2011 um 10:45 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.






















