DSDS Final
Montag 12. Mai 2008 von admin
Ja das DSDS Final kommt nun wirklich rasant schnell näher. Schon bald ist auch diese Staffel von Deutschland sucht den Superstar wieder Vergangenheit.
Wie die Zeit auch vergeht … erst noch zitterten wir doch für Mark Medlock
Gerade habe ich mir das DSDS Magazin angeschaut … das heisst in der Zeit wo ich nicht gerade in der Küche war um mir einen Salat zuzubereiten, was allerdings dank den ansonsten nervigen Pausen sehr gut ging, und ich wegen meinem Salat auch nicht wirklich viel verpasst hatte.
Ja ich hatte mir also eben diesen DSDS Rückblick angeschaut. Wobei aber doch zu sagen ist, viel mehr als vorher weiss ich jetzt eigentlich auch nicht.
Dass das DSDS Final diesmal von den beiden Kandidaten Thomas Godoj und Fady Maalouf bestritten wird, ist ja nichts neues. Dass Linda raus ist, ist auch nichts neues. Was also war eigentlich neu?
Genaugenommen eigentlich gar nichts. Man konnte sich zwar das Liebesgesülze von Linda an ihren Schatz (mit anschliessendem Schmatzer) nochmal zu Gemüte führen … aber war das denn wirklich nötig. Also ich persönlich bin ja eher der Meinung, dass gerade dies Linda einige Punkte gekostet haben könnte.
Aber Linda scheint ja eigentlich ganz zufrieden zu sein … und wie gesagt, Lindas Mami wohl auch, sie wünschte sich doch ihr Töchterchen zurück.
So gesehen doch eigentlich ganz gut, dass das DSDS Final ohne sie über die Bühne gehen wird … denn ein Ziel welches man nicht wirklich erreichen will, ist auch fast unerreichbar, nicht wahr?
Und wie wird das diesjährige DSDS Finale nun ausgehen? Wird wohl eng werden. Sowohl Thomas Godoj, wie auch Fady Maalouf sind tolle Sänger, haben tolle Stimmen, wissen sich darzustellen … und haben Fans.
Es stellt sich wohl eher die Frage, welche Fans sich eher zum telefonieren animieren lassen werden …
Ich wünsch jedenfalls beiden Glück … sind doch eigentlich eh beide Superstars, nicht wahr?
Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 12. Mai 2008 um 21:00 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.























Samstag 17. Mai 2008 um 14:35
Mehr als einmal schon hat der Kämpfer Fady Maalouf gezeigt, welche inneren Kraftreserven er zu mobilisieren imstande ist, gerade dann, wenn der Druck besonders hoch ist und schwächere Naturen sich fatalistisch in ihr vermeintlich vorgezeichnetes Schicksal fügen würden: Nach der ersten Mottoshow, als er (trotz eines gelungenen Auftritts mit “Helpless when she smiles”) bis zum Schluß vorne stehen mußte, galt er der junge Libanese vielen Auguren als der prädestinierte Wackelkandidat, der als nächster seinen Hut werde nehmen müssen. Doch dann geschah das Unvorhersehbare: Mit dem Patrick-Swayze-Hit “She is like the wind” aus dem Film “Dirty Dancing” sang er sich nicht nur in die Herzen der Zuschauer, sondern er überzeugte auch den ihm bis dato reserviert gegenüberstehenden Poptitanen Dieter Bohlen, der ihm mit den Worten “Du warst heute der Beste!” den Ritterschlag verlieh. Es folgten eine Reihe glanzvoller Auftritte, und immer war Fady dann am stärksten und überragte seine Mitbewerber, wenn nach menschlichem Ermessen keiner mehr damit gerechnet hätte. An jenem Samstag etwa, als er in einer der schäbigsten Pressekampagnen, die diese an Medienskandalen nicht eben arme Republik je gesehen hatte, quasi zum Abschuß freigegeben werden sollte, bestach er mit “Your Song” von Elton John nicht nur durch seine gesangliche Perfektion und verzauberte durch sein ganzes Herzblut, sondern zeigte auch ein bewundernswertes Maß an Nervenstärke und Charakterfestigkeit, das aller Ehren wert ist und wie es selbst von den ganz Großen in der Musikbranche die wenigsten wirklich besitzen. Dieter Bohlen, der, was immer man von ihm halten mag, zweifellos ein feines Gespür für echte Talente hat, verneigte sich vor ihm mit den Worten “Du hast heute Deine ganze Klasse unter Beweis gestellt.”
Vor drei Wochen schließlich brach Fady einen Tag vor der Top-5-Show mit Kreislaufkollaps zusammen, Notärzte rückten an, die Fangemeinde war in heller Aufregung. Somit fehlte ihm die an und für sich nötige Zeit zum Einstudieren von gleich zwei Titeln, mein eigener Puls raste vor dem Fernsehgerät, ich befürchtete das Schlimmste. Wie schon einmal löste sich meine Sorge mit den ersten Takten auf in Heiterkeit, dann in Begeisterung. Mit seiner ersten Uptempo-Nummer “Never gonna give you up” von Rick Astley hat Fady, dessen Hüftschwung nicht nur die weiblichen Fans in Verzückung, ja in Ekstase versetzte, all jene glänzend widerlegt, die in ihm nur den Schmalspur-Schnulzenheini sehen wollten. Und sein mit jeder Faser seines Herzens schwingendes “All by myself” von Eric Carmen ist in meinen Augen geradezu das Entrée-Billett für die ganz großen Bühnenbretter dieser Welt.
Nach seinem ersten - und gleichsam bravourösen - Auftritt mit einem deutschen Titel (”Und wenn ein Lied” von den Söhnen Mannheims) am 3. Mai hätte Fady Maalouf eigentlich auch in der mainstream-Presse als neuer Favorit gehandelt werden müssen. Doch einschlägige Boulevard-Gazetten und diverse Jugendzeitschriften zogen es stattdessen vor, an der erkennbaren Publikumsmeinung vorbeizuschreiben - und fielen damit eindrucksvoll auf die Nase. Das elitistisch-dünkelhafte Selbstverständnis der publizistischen Meinungsbildner, welches Altmeister Erich Böhme, ein Fossil der Bonner Republik, einmal in die einprägsame Formel “Wir müssen den Leuten sagen, wie sie die Dinge zu sehen haben” gegossen hat, ist in einer multimedialen, interaktiven Welt gottseidank obsolet geworden.
Keine Frage: wer so eine charismatische Bühnenpräsenz zeigt und eine einfach nur bewundernswert grandiose, sich von Woche zu Woche sogar noch kontinuierlich steigernde Leistung hinlegt, wer sich von Kehlkopfentzündungen, Koffeinschocks und medialem Kesseltreiben nicht aus der Bahn werfen läßt, der hat nicht nur das Zeug zum Superstar in Deutschland, sondern zum Weltstar! Wer vollgepumpt mit allen möglichen Medikamenten und unter erschwerten Bedingungen so granatenmäßig abhebt wie Fady am letzten Samstag, vor dem kann ich mich nur noch in Demut verneigen.
Unbestrittenermaßen ist der weithin als Favorit gehandelte Rocker Thomas Godoj ein wirklich starker Konkurrent. Wieder sieht sich Fady in die Rolle des Herausforderers gedrängt, der “underdog”, wie man in den US-amerikanischen Primaries sagen würde. Wieder sehen die meisten Umfragen Fady hinten und den Kontrahenten Thomas vorne. Wieder einmal rechnen die wenigsten mit Fady.
Frontrunner Thomas Godoj hat nicht nur ein großes Talent, mit seiner leger-unkomplizierten Art ein sehr einnehmendes Wesen, jahrelange Bühnenerfahrung und die quantitativ stärkere Fanbase auf der Aktivseite - er kann sich auch auf den erforderlichen medialen Rückenwind der großen Verlagshäuser - die ihn als einzigen Bewerber bislang auffällig schonten - verlassen. Und dennoch ist die Messe für ihn noch nicht gelesen. Dem aufmerksamen Zuschauer wird nicht entgangen sein, daß Thomas “Go(tt)doy”, wie er von seinen ihn frenetisch feiernden Fans genannt wird, seine stärksten Momente ganz am Anfang der Staffel hatte und bisweilen den Eindruck hinterläßt, als habe er seinen Zenit bereits überschritten. Daß er spürbar nachgelassen hat und die komfortable Favoritenrolle, in die er hineingeschrieben und -geschoben wurde, sich wie ein süßes Gift auf seine doch erkennbar abfallende Leistungsbilanz auswirkte, ist schon desöfteren angemerkt worden. Auch wenn man speziell im Ruhrpott das Gefühl hat, er stünde kurz vor der Heiligsprechung, so sei doch vor allzuviel auftrumpfender Siegesgewißheit im Thomas-Lager gewarnt: Auf jede Hybris folgt bald die Nemesis, eine Go(tt)doy-Dämmerung warf bereits in den letzten Mottoshows ihre ersten Schatten voraus.
Natürlich können theoretisch beide Bewerber am Samstag als Sieger aus dem zum jetzigen Zeitpunkt völlig offenen Rennen gehen und bei keinem der beiden wäre es unverdient. Für keinen der beiden ist es eine Schande, gegen den jeweils anderen zu unterliegen. Und: wer von 30 000 Bewerbern um Deutschlands begehrteste Musikkrone den Titel des “Vizekönigs” abstaubt, wird auf keinen Fall wieder in der Versenkung verschwinden. Denn da gehören weder Fady, noch Thomas noch die Drittplazierte Linda hin!